Mårup Kirke

 in Loenstrup ist eine romanische Kirche, die eindrucksvoll zeigt,
dass Naturgewalten sich nur sehr selten ausbremsen lassen.

Der im Vordergrund liegende Anker stammt von einer
britischen Fregatte, die dort an der Küste strandete.

Auszug aus einer dänischen Homepapage ( Originaltext):

“Das Schiffsanker stammt von der englischen Fregatte "The Crescent", die unterwegs nach Göteborg mit Vorrat für die englische Flotte war gestrander als sie im December 1808 vor Mårup strandede und Schiffsbruch erlitt. Die 226 Toten sind in einem Gemeinschaftsgrab auf Maarup Kirchhof begraben. 7 officiere und 55 Seeleute überlebten.”

Für mehr Infos einfach obigen Text anklicken

 

Teile der Kirche wie z.B. Gräber des Friedhofs, stürzten aufgrund der Steilküstennähe in die Tiefe.

Da man mit einem gänzlichem Verlust rechnete, wurde sie nicht besonders geschützt. Teile vom Inneren sind nun in Loenstrup und in Museen ausgestellt.

 

 

 

Jetzt jedoch sieht es so aus, das man zumindest mit dem Erhalt der Kirche rechnet und führt Restaurationsarbeiten im Inneren der Kirche durch.

Ein Besichtigung dürfte jedoch, laut Bauschild, erst im Herbst 2004 möglich sein. Ein Besuch ist nicht zuletzt wegen des Fischerdorfs Loenstrup mit seinen vielen Kunstgeschäften ein Muß.

 

 

 

Obwohl auch die Gegend im Umfeld sehr reizvoll ist, besuchen  viele Touristen eher den nur wenige Kilometer, und in Sichtweite liegenden, Rubjerg Knude.
Eine durch Dünenwanderung fast vollständig zugewehte Leuchtturmanlage, die nach und nach wieder Gebäudeteile  freigibt.


Nachtrag Herbst 2007

 

 

 

noch steht der Anker vor der Kirche

 

 

 

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Ob Alle die Warnhinweise beachten, darf bezweifelt werden bei Betrachtung des rechten Bildes.

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Keine Chance, das Ferienhaus muss aufgegeben werden.

Auch eine Vielzahl der Gräber wird gleiches Schicksal ereilen!

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Nachtrag Herbst 2008


entgegen aller Hoffnungen, die Natur hat gewonnen und der Mensch muss sich fügen.

Den Kampf mit den Naturgewalten hat der Mensch verloren.

 

Die Kirche wird Stück für Stück demontiert, in Säcken verpackt und an einem sicheren Ort gelagert.

Wann und wo wieder aufgebaut wird, ist zur Zeit noch unklar


detaillierte Infos auf dänisch hier  Pfeil   marup_kirche-2

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Somit naht für so manches Grab  ein makabres Ende.

Denn viele der Verstorbenen gingen früher zur See.

Die noch jungen Gräber dürften wohl einen neuen Ruheort erhalten.
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Auch so manches Ferienhaus in Lønstrup dürfte die längste Zeit bewohnbar gewesen sein. Da kann man die Angst der Besitzer verstehen, ihr Ferienhaus zu verlieren und Verständnis dafür aufbringen, wenn einige wegziehen um ein ruhigeres, sicheres Leben zu führen.

So interessant es auch ist, für kurze Zeit dort zu wohnen, so ist die Natur im Herbst und Winter unbarmherzig und rau. 

 

                                                               


marup_gast_1  Stand 27.11.08

wenn so weiter gearbeitet wird, dürften Ostern 2009 nur noch die Fundamente sichtbar sein

 Wir sind gespannt, wie es bei unserem nächsten Besuch aussieht


Nachtrag Ostern 2009


einige Dinge haben sich verändert - man hofft nun mit einem Sicherheitsabstand die Grundmauern noch einige Jahre  so zu erhalten

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marup_4119die Mauern wurden oberhalb mit einer Mörtelschicht abgedeckt- sicheres Zeichen für einen Abbaustop

 

 

 

 

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die Warnschilder sollte man tunlichst beachten

 

 

 

 

 

 

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es bleibt abzuwarten, wie lange man noch die Reste der Kirche schützen kann und wo oder ob sie wieder aufgebaut wird

 

Wer wie wir lange Jahre den Wandel beobachtet hat, wird sie vermissen: die markanten Punkte an der Nordseeküste.
Zu wach die Erinnerungen an ein Rubjerg Knude Museum mit Rundumblick.

 

An all die Gräber vor der intakten Kirche mit dem davor stehendem Schiffsanker und der Möglichkeit das Gelände großzügig zu umlaufen.

 


Nachtrag Ostern 2010

 

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wieder verändert

das Laufen vor der Kirche ist bald nicht mehr möglich

 

 

 

 

 

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das weiss umzäunte Grab ist dem “blanken Hans”
zum Opfer gefallen

und liegt komplett am Berghang

Wo es jetzt liegt? Einfach HIER anklicken
 

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die Totenruhe wird nicht mehr lange anhalten

 

Es ist nur eine Frage der Zeit, dass auch die Aussenmauern angegriffen werden.

 

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Nachtrag Sommer 2010

 

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noch geringe Distanz bis zur Kirche

 

 

 

 

 

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es wird nicht mehr lange dauern und die Grundmauern werden angegriffen

 

 

 

 

 

 

 


Nachtrag:


Nachtrag Ostern 2013

 

für die küstennahen Ferienhäuser wird es eng

war man früher noch froh vor den anderen Häusern den Meerblick geniessen zu können, wurde man nun gerne tauschen

 


die Veränderungen  im Laufe der Jahre sind unverkennbar und nicht umkehrbar


 

Nachtrag Herbst 2015

 

Das Ende der Mårup Kirke steht bevor.

Die Reste der Mauern abgetragen, beschäftigt sich jetzt das Nationalmuseum um die Fundamente des ehrwürdigen Objekts. Kein einfaches Unterfangen, wo doch die zerstörerischen Herbststürme nahen.

Die Glocke vom Turm bereits demontiert, erinnert nicht mehr viel an die einst vorhandene Kirche. Der Anker noch weiter nach hinten verlagert, dürfte schon bald gemeinsam mit den verbliebenen Gräbern das Letzte sein was auf die Mårup Kirche deutet. Obwohl absehbar war immer die Hoffnung vorhanden diese Sehenswürdigkeit zu erhalten.
Die Natur jedoch hat ihre eigenen Regeln.

Im nahen Umfeld jedoch haben die Ferienhausbesitzer die Ängste ihre Häuser schon bald zu verlieren.
Freute man sich einst noch über einen Meerblick, wird dies schon durch den absehbaren Verlust getrübt.
Viele Häuser fielen bereits dem “Blanken Hans” zum Opfer: Darunter Häuser die einst in dritter und vierter Reihe mehr als 200m von der Küste lagen.

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stand 2015 noch der Glockenturm, ist jetzt komplett alles demontiert

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Schon jetzt gibt es  ausser einigen Gräbern keine Anzeichen für eine Kirche. Neue Gäste werden nicht mehr wissen, wieviel sich das Meer genommen hat und Lønstrup wird ein Wahrzeichen weniger haben.